Donnerstag, 5. Januar 2012

Kim Jong-Un looking at Hubert McClane

Nachdem ich zunächst Kim Jong-Il angestarrt habe, ließ dieser posthum von seinem Sohn zurückstarren. Und so starrten wir vor uns hin, einer starrte den anderen an, so ging es immer weiter. Und plötzlich fiel mir ein, warum man mich aus Nordkorea mit solchen Argusaugen beobachtet: Ich bin der Star des südkoreanischen Action-Dokumentarfilms.
Vor einigen Jahren fuhr ich nichts ahnend quer durch Münster mit der Leeze zur Arbeit, als ein Asiate mich gesternreich nötigte, anzuhalten. Ob ich in einem südkoreanischen Dokumentarfilm über die fahrradverrückten Münsteraner mitspielen wolle? Klar wollte ich. Zudem wusste ich nicht, ob er vielleicht in Wirklichkeit Mitglied einer Triade war und Düsteres im Schilde führte. Solchen Leuten widerspricht man besser nicht, selbst wenn man so wie ich keinerlei Vorurteile hat! Und so drehten die Koreaner Einstellung für Einstellung, ließen mich über rote Ampeln fahren, auf dem Gehweg und gegen die Fahrtrichtung auf der Straße. Vermutlich war ihr Begehr, bei einem tödlichen Unfall dabei zu sein, aber da ihnen das trotz stundenlanger Dreharbeiten nicht gelang, werde ich als John McClane der Münsteraner Fahrradfahrerszene in die südkoreanischen Geschichtsbücher eingehen.
Ungebrochen bis heute vermutlich meine Popularität in Südkorea und der damit verbundene Argwohn der Nordkoreaner mir gegenüber.

Aber mal was anderes: Ich kann mir nicht helfen, aber Kim Jong-Un sieht aus, als hätte Matt Groening ihn gezeichnet.